Die Geschichte des Cali Kartells ist geprägt von Gewalt, knallharten Geschäftsmethoden und einer Brutalität, die einst das Drogengeschäft in Kolumbien dominierte. In den 1970er und 1980er Jahren waren die Brüder Rodriguez Orejuela die gefürchteten Köpfe eines Imperiums, das den internationalen Kokainhandel revolutionierte und die Drogenlandschaft für immer veränderte. Unter ihrer Führung entwickelte sich das Cali Kartell zu einer hochprofessionellen kriminellen Organisation. Sie waren präziser und strukturierter als ihre Rivalen aus Medellín, nutzten modernste Kommunikationstechnologien und agierten wie ein Großunternehmen. Ihre Strategie war nicht Gewalt um jeden Preis, sondern kalkulierte Expansion und geschäftliche Effizienz. Doch nun scheint eine neue Ära angebrochen zu sein.

Doch die Zeiten ändern sich – und mit ihnen auch das Bild, das das Cali Kartell heute abgibt.
Auf einem frisch veröffentlichten Gruppenfoto posieren die vermeintlich knallharten Kriminellen mit friedlichen Peace-Zeichen, als hätten sie gerade einen veganen Smoothie zusammen gemixt. Ist das wirklich das berüchtigte Cali Kartell oder eine neue Influencer-WG?

Die Ironie ist nicht zu übersehen: Einst Synonyme für Brutalität und Skrupellosigkeit, präsentieren sich die Nachfolger des Cali Kartells heute wie eine Jugendgruppe, die mehr an Likes und Follower-Zahlen interessiert zu sein scheint als an ihrem gefürchteten Ruf.

Experten spekulieren bereits über den nächsten Schritt: Kommen bald Tanz-Challenges mit Balaclava und ADV? Oder vielleicht ein Podcast über "Mental Health im Drogenhandel"?

Bleibt nur abzuwarten, ob der nächste Post des Cali Kartells eine „Motivational Quote“ in Comic Sans enthält.

Eines bleibt gewiss: Das Cali Kartell hat unsere Aufmerksamkeit. Ob als Provokation, PR-Strategie oder Zeitgeist-Phänomen – dieser Social-Media-Auftritt wird Gesprächsstoff bleiben.

Dieser Artikel ist ein Kommentar und spiegelt die Meinung des Autors wider.

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